Hallo zusammen. Mir flattern langsam die Hochrechnungen ins Haus und es sieht düster aus – in gewissen Kantonen ist von bis zu 25 Prozent mehr Prämie die Rede fürs übernächste Jahr. Ich sitze aktuell auf der tiefsten Franchise von 300 Franken, weil ich das früher mal so eingestellt habe und nie mehr angeschaut hatte. Jetzt frage ich mich ernsthaft, ob ich hochgehen soll – im Extremfall gleich auf die Maximalfranchise von 2500 Franken.
Die Logik ist mir grundsätzlich klar: höhere Franchise = tiefere Prämie. Aber ich will das nicht aus dem Bauch heraus entscheiden, sondern rechnen. Mein Problem ist, dass ich nicht recht verstehe, ab welcher Schwelle sich das wirklich lohnt und ab wann ich draufzahle, wenn ich doch mal krank werde.
So wie ich es verstehe, spielt da neben der Franchise auch noch der Selbstbehalt von 10 Prozent rein, gedeckelt bei maximal 700 Franken im Jahr. Heisst für mich: mein maximales Eigenrisiko ist Franchise plus 700. Bei der 2500er-Franchise wären das also 3200 Franken, die ich im allerschlimmsten Fall selber berappen muss, bevor die Kasse vollständig übernimmt. Stimmt diese Rechnung so überhaupt?
Und dann die eigentliche Frage: ich müsste ja wissen, wie viel Prämie ich pro Jahr spare, wenn ich von 300 auf 2500 hochgehe. Diese Ersparnis muss ich dem zusätzlichen Eigenrisiko gegenüberstellen. Ich bin Mitte 40, ziemlich gesund, war letztes Jahr genau zweimal beim Arzt. Aber sicher ist man halt nie.
Konkret würde mich interessieren:
- Wie rechne ich die Break-even-Schwelle korrekt aus – also ab welchen Gesundheitskosten lohnt sich welche Franchise?
- Stimmt es, dass der Selbstbehalt bei maximal 700 Franken pro Jahr gedeckelt ist?
- Für wen ist die Maximalfranchise wirklich geeignet und für wen ein Eigentor?
- Was passiert, wenn ich nächstes Jahr plötzlich ernsthaft krank werde – komme ich dann sofort wieder runter?