Nach dem Prämienbrief habe ich mich entschieden, für 2027 die Grundversicherung zu wechseln. Die neue Kasse wäre im gleichen Hausarztmodell 47 Franken pro Monat günstiger, das sind über 560 Franken im Jahr. So weit ist die Sache klar. Unsicher bin ich beim Rest.
Ich bin 44, wohne in Wil und habe bei meiner jetzigen Kasse neben der Grundversicherung auch eine Spitalzusatzversicherung halbprivat und eine ambulante Zusatzversicherung mit Komplementärmedizin. Vor zwei Jahren wurde ich am Knie operiert und gehe seither regelmässig in die Physiotherapie. Ein Kollege hat mich gewarnt, dass ich bei einer neuen Kasse für die Zusatzversicherungen Gesundheitsfragen beantworten müsste und mit meinem Knie womöglich einen Vorbehalt bekomme oder gar nicht aufgenommen werde. Deshalb möchte ich die Zusatzversicherungen unbedingt dort lassen, wo sie sind.
Jetzt frage ich mich, ob das überhaupt geht. Meine Kasse schickt alles in einer gemeinsamen Police, und ich habe Angst, dass ich aus Versehen gleich alles kündige. Im Frühling hatte ich ausserdem eine Mahnung, weil eine Prämienrechnung im Spamordner gelandet war. Die ist längst bezahlt, aber ich will sicher sein, dass mir das jetzt nicht den Wechsel verbaut.
Letzte Woche hat mich übrigens ein Vermittler angerufen, der mir am Telefon gleich ein Komplettpaket bei einer ganz anderen Kasse verkaufen wollte. Das hat mich eher verunsichert als überzeugt.
Konkret frage ich mich:
- Kann ich nur die Grundversicherung kündigen und die Zusatzversicherungen bei der bisherigen Kasse behalten?
- Bis wann muss die Kündigung spätestens dort sein, und wie verschicke ich sie am besten?
- Darf mich die neue Kasse in der Grundversicherung wegen meines Knies ablehnen?
- Wird die alte Mahnung zum Problem?
- Woran merke ich, dass der Wechsel wirklich geklappt hat?