Heute Morgen lag der Brief meiner Krankenkasse im Briefkasten, und ich musste mich zuerst einmal hinsetzen. Wir sind eine vierköpfige Familie aus Olten, zwei Kinder im Primarschulalter, mein Mann und ich beide mit Franchise 1'500 im Hausarztmodell. Für 2027 zahlen wir zusammen 38 Franken mehr pro Monat, also gut 450 Franken im Jahr. Allein meine eigene Prämie steigt von 441 auf 468 Franken.
Im Vorfeld hiess es ja überall, die Prämien würden im Schnitt um etwa 4,5 bis 5 Prozent steigen. Bei uns sind es jetzt über 6 Prozent. Eine Arbeitskollegin hat sogar knapp 20 Prozent Aufschlag, obwohl sie bei einer ganz anderen Kasse ist. Mich ärgert vor allem, dass wir kaum Leistungen beziehen. Die Kinder waren dieses Jahr zweimal beim Kinderarzt, ich einmal zur Kontrolle, und das war es dann auch schon.
Was ich nicht ganz verstehe: Seit Jahren wird von Sparmassnahmen gesprochen, und trotzdem geht es jeden Herbst nach oben. Liegt das an den Spitälern, an den Medikamenten oder an uns allen, weil wir zu schnell zum Arzt gehen? Ich möchte einfach nachvollziehen können, wofür ich eigentlich zahle, bevor ich mich über einen Wechsel oder eine andere Franchise informiere.
Mein Mann meint, wir sollen einfach die günstigste Kasse nehmen und fertig. Ich bin da vorsichtiger, weil ich nicht wegen 20 Franken Unterschied bei einer Kasse landen will, bei der man dann ewig auf Rückerstattungen wartet.
Was ich von euch gerne wissen würde:
- Welche Bereiche treiben die Kosten im Moment am stärksten nach oben?
- Bis wann muss ich spätestens reagieren, wenn ich die Grundversicherung wechseln will?
- Ist der Aufschlag bei euch ähnlich hoch, und in welcher Region wohnt ihr?
- Lohnt es sich als Familie überhaupt, jedes Jahr neu zu vergleichen?