Hoi zäme, ich grüble seit Tagen über etwas und hoffe auf eure Erfahrungen. Bei uns im Bekanntenkreis ist kürzlich etwas passiert, das mich nachdenklich gemacht hat: Einer Frau wurde innert weniger Monate ein E-Bike und gleich noch drei Velos gestohlen – insgesamt also vier Fälle in kurzer Zeit. Kurz darauf hat ihr die Hausratversicherung den ganzen Vertrag gekündigt, inklusive Diebstahlschutz. Einfach so, weil sie angeblich 'zu oft' Schaden gemeldet hat.
Was mich daran beschäftigt: Sie stand plötzlich ohne Versicherung da und die neue verlangt jetzt einen happigen Selbstbehalt und schlechtere Konditionen. Sie hat sich gefragt, ob diese Kündigung überhaupt rechtens war und ob sie sich hätte wehren können. Und genau da kommt meine eigentliche Frage ins Spiel.
Ich überlege schon länger, eine Rechtsschutzversicherung abzuschliessen. Aber jetzt frage ich mich: Deckt eine Rechtsschutz solche Fälle überhaupt? Also wenn ich Streit mit meiner eigenen Versicherung habe – sei es weil sie eine Leistung verweigert oder mir wie in diesem Beispiel den Vertrag kündigt? Ich habe nämlich im Hinterkopf, dass es da irgendwelche Ausschlüsse geben soll bei Vertragsstreitigkeiten mit der eigenen Police.
Ich kenne die üblichen Verdächtigen – AXA-ARAG, Coop Rechtsschutz, Orion, Protekta – aber ehrlich gesagt blicke ich beim Kleingedruckten nicht durch. Mich würde interessieren:
- Deckt die Rechtsschutz Streitigkeiten mit der eigenen Versicherung (Leistungsverweigerung, Kündigung) überhaupt ab, oder ist das ausgeschlossen?
- Gibt es eine Wartefrist, bevor man so einen Fall einbringen kann?
- Wie hoch sollte die Deckungssumme realistisch sein?
- Habt ihr selber schon mal über die Rechtsschutz gegen eine Versicherung gewonnen?
Danke fürs Mitdenken, ich bin gespannt auf eure Erfahrungen.