Ich grüble seit Wochen über eine Frage und komme nicht weiter. Vielleicht geht es jemandem von euch ähnlich. Bei uns im Bekanntenkreis höre ich es ständig: Die Krankenkassenprämien steigen, die Steuern, die Wohnkosten – am Ende des Monats bleibt immer weniger übrig. Eine Kollegin hat mir kürzlich erzählt, dass ihr Budget vor allem von den Prämien aufgefressen wird, dann kommen Steuern und Wohnkosten, und der Rest sei nur noch Resterampe. Ich glaube, das ist heute eher die Regel als die Ausnahme.
Und genau hier beginnt mein Dilemma. Eigentlich weiss ich, dass die Säule 3a sinnvoll ist – Steuerabzug, Vorsorge, langfristig fürs Alter. Aber wenn man eh schon knapp über die Runden kommt und Monat für Monat überlegen muss, ob man sich unerwartete Ausgaben überhaupt leisten kann, dann fühlt es sich fast falsch an, Geld für 30 Jahre wegzusperren.
Ich habe Zahlen gesehen, dass fast zwei Drittel der Leute aktuell vor finanziellen Herausforderungen stehen – die einen vor grossen, die anderen vor eher kleinen, aber unterm Strich kämpfen viele. Und ein grosser Teil derer, die nicht investieren, sagt schlicht, sie hätten zu wenig Geld dafür. Das verstehe ich total.
Trotzdem frage ich mich: Ist es nicht gerade dann wichtig, überhaupt anzufangen, auch wenn es nur ein kleiner Betrag ist? Oder ist das eine Milchmädchenrechnung, wenn man dafür den Notgroschen vernachlässigt oder gar Schulden mitschleppt?
Konkret beschäftigt mich:
- Lohnt sich ein Teilbetrag in die 3a überhaupt, oder erst wenn man den Maximalbetrag (rund 7100 Franken) packt?
- Wie gewichtet ihr Steuerersparnis vs. Liquidität, wenn das Geld gebunden ist?
- Notgroschen oder Schulden zuerst – oder beides parallel?
- Macht ein 3a-Konto bei der Bank überhaupt noch Sinn, oder gleich VIAC/Frankly/finpension mit ETF?
Würde mich über ehrliche Erfahrungen freuen, gerade von Leuten mit knappem Budget. Danke euch.