Am Donnerstagabend wurde bei Nachbarn in unserem Quartier in St. Gallen eingebrochen, nur zwei Häuser weiter. Es war kurz nach halb sieben, also schon dunkel, und die Familie war einkaufen. Als sie heimkamen, war die Terrassentür aufgehebelt. Schmuck, zwei Laptops und etwas Bargeld waren weg. Die Polizei war schnell vor Ort und meinte, das sei im Moment leider typisch: Seit der Zeitumstellung am letzten Wochenende wird es früh dunkel, und dann fallen Täter weniger auf.
Seither schaue ich unsere eigene Situation genauer an. Wir wohnen im Eigenheim, 5,5 Zimmer, zwei Erwachsene und eine Tochter im Teenageralter. Die Hausratversicherung habe ich vor elf Jahren abgeschlossen, als wir noch in einer 3,5-Zimmer-Wohnung lebten. Die Versicherungssumme liegt bei 90'000 Franken, angepasst habe ich sie seither nie. Inzwischen haben wir deutlich mehr Möbel, zwei E-Bikes, eine ordentliche Fotoausrüstung, und dazu kam die Uhrensammlung meines Vaters, die ich geerbt habe.
Die Nachbarn haben mir erzählt, dass ihre Versicherung jetzt Quittungen sehen will und sie für einen Teil der Sachen nichts vorweisen können. Das hat mich nervös gemacht, denn wir sind auch nicht gerade vorbildlich organisiert.
Ausserdem bin ich unsicher, was alles unter Diebstahl fällt. Ist es gedeckt, wenn jemand ohne Gewalt durch ein offenes Fenster hereinsteigt? Und was ist, wenn meiner Tochter im Zug das Handy gestohlen wird?
Meine Fragen an die Runde:
- Woran erkenne ich, ob unsere Versicherungssumme noch reicht, und was passiert, wenn sie zu tief ist?
- Welche Diebstahlarten sind in der Grunddeckung, und wofür braucht es eine Zusatzdeckung?
- Wie dokumentiert ihr eure Wertsachen, damit ihr im Schadenfall etwas in der Hand habt?
- Was macht ihr konkret, um das Einbruchrisiko in den dunklen Monaten zu senken?