Liebe Community, ich bin gerade ziemlich frustriert und brauche eure ehrliche Einschätzung. Ein guter Bekannter von mir hat sich 2015 eine gemischte Lebensversicherung in der dritten Säule andrehen lassen – damals von einer langjährigen Beraterin, der er voll vertraut hat. Das Ganze war als garantiertes Vorsorgeprodukt mit einer sogenannten Sicherheitsgarantie verkauft worden. Klang super, klang sicher, und genau das wollte er ja.
Jetzt, knapp neun Jahre später, hat er sich endlich mal die Zahlen genau angeschaut. Er hat in dieser Zeit fast 70'000 Franken einbezahlt. Und was steht heute auf dem Konto? Weniger als 30'000 Franken. Also mehr als die Hälfte ist einfach weg. Ich konnte es zuerst gar nicht glauben und dachte, er hat sich verrechnet.
Wenn er jetzt aussteigen und den Vertrag auflösen würde, verliert er beim Rückkauf rund 40'000 Franken. Wenn er weiterzahlt bis zur Pensionierung, kommt er insgesamt auf etwa 250'000 Franken Einzahlung – und garantiert werden ihm gerade mal 180'000. Egal wie man es dreht, es fühlt sich an, als würde man systematisch Geld verlieren.
Er sagt selbst, er sei beim Unterschreiben jung und naiv gewesen und habe nie die vollständigen Berechnungen gesehen. Heute meint er, er hätte das Geld lieber als Steuern bezahlt, als es dieser Versicherung zu geben. Ich finde das schon heftig, ehrlich gesagt.
Meine Fragen an euch:
- Ist so ein massiver Verlust beim Rückkaufswert wirklich normal, oder ist das ein besonders schlechter Vertrag?
- Wo geht das ganze Geld eigentlich hin – sind das nur die Gebühren und Abschlusskosten?
- Lohnt es sich, jetzt mit Verlust auszusteigen, oder ist Weiterzahlen das kleinere Übel?
- Was wäre die bessere Alternative gewesen – einfach eine 3a-Lösung bei der Bank mit ETF?
Danke euch für jede Erfahrung und jeden Tipp. Ich will ihm helfen, eine vernünftige Entscheidung zu treffen.