Ich muss das mal loswerden, weil es mich ehrlich gesagt richtig aufregt. Da hat doch tatsächlich jemand zusammen mit zwei Bekannten einen kompletten Unfall erfunden – angeblich sei ein Auto auf die Gegenfahrbahn geraten und habe seinen Wagen seitlich touchiert, der sei dann ausgewichen und gegen eine Mauer geprallt. Klingt nach einem ganz normalen Schadenfall, oder? War aber alles inszeniert.
Das Ziel: stolze 18'750 Franken von der Versicherung kassieren. Das Lustige (eigentlich Traurige) daran: ein grosser Teil der angeblichen Schäden war in Wahrheit ein alter Parkschaden, dessen Reparatur gerade mal 2028 Franken gekostet hätte. Die Versicherung hat genauer hingeschaut, die Unstimmigkeiten erkannt und nichts ausbezahlt. Der Mann wurde wegen versuchtem Betrug verurteilt – Geldstrafe von 2550 Franken plus noch eine Busse von 850 Franken obendrauf.
Was mich daran wirklich stört: solche Leute denken, sie ziehen einfach «die Versicherung» über den Tisch, als wäre das ein anonymer Geldautomat. Aber am Ende sind wir das, die ehrlichen Prämienzahler. Jeder Franken, den ein Betrüger erschwindelt, holen sich die Gesellschaften über höhere Prämien wieder rein. Und das ärgert mich, weil ich brav jeden Monat einzahle und nie auch nur einen Kratzer falsch angegeben habe.
Ich frage mich einfach:
- Wie verbreitet ist so etwas tatsächlich? Sind das Einzelfälle oder die Spitze des Eisbergs?
- Was machen die Versicherer wie AXA, Mobiliar oder Zurich konkret dagegen?
- Ärgert euch das auch so – oder bin ich da zu empfindlich?