Hallo zusammen, wir stehen gerade vor einer Entscheidung und ich komme allein nicht weiter. Wir sind eine junge Familie (zwei kleine Kinder), haben letztes Jahr eine Eigentumswohnung gekauft und tragen jetzt eine Hypothek von rund 640'000 Franken. Mir ist es enorm wichtig, dass meine Familie die Wohnung halten kann, falls mir etwas zustösst. Genau hier setzt der Berater an.
Vorgeschlagen wurde uns eine gemischte (kapitalbildende) Lebensversicherung in der Säule 3a: rund 500 Franken pro Monat, Todesfallschutz inklusive, am Schluss eine garantierte Summe, und das Ganze zieht man Jahr für Jahr von den Steuern ab. Klingt erstmal nach einem Rundum-sorglos-Paket, weil Absicherung und Sparen kombiniert sind.
Die Alternative wäre, das aufzuteilen: eine reine Risiko-Todesfallversicherung (die kostet ja angeblich nur einen Bruchteil) und den Rest separat in einen 3a-Fonds bei einer Bank wie VIAC oder finpension, also breit in Aktien. Den Steuerabzug habe ich dann ja trotzdem.
Was mich nervös macht: Eine Bekannte hat vor etwa neun Jahren so eine Police abgeschlossen, fast 70'000 Franken eingezahlt, und als sie kürzlich nachgefragt hat, standen noch keine 30'000 Franken auf dem Konto. Bei vorzeitiger Auflösung hätte sie rund 40'000 Franken verloren. Das hat mir einen ziemlichen Schrecken eingejagt, weil ja auch bei uns vom Garantieprodukt die Rede ist.
Mir ist klar, dass ich da nüchtern abwägen muss und nicht nur aus Angst entscheiden sollte. Deshalb meine Fragen an euch:
- Macht es Sinn, Versicherung und Sparen in einem Produkt zu kombinieren, oder fährt man mit der Trennung wirklich besser?
- Wie real ist die «Garantie», wenn man bedenkt, dass man teils weniger garantiert bekommt, als man insgesamt einzahlt?
- Was passiert eigentlich, wenn wir mal in Zahlungsschwierigkeiten kommen und die Prämie nicht stemmen können?
- Und wie sichert ihr bei einer solchen Konstellation die Hypothek ab, ohne euch 20 Jahre an eine Police zu binden?